Dienstag, 6. September 2011

Worum geht es beim Jugendfußball? Der Spaß steht im Vordergrund!

Das Jugendfußball-Portal FD21.de hat einige Grundsätze veröffentlicht, die für den Jugendfußball gelten. Diese Grundsätze können Eltern helfen, das Training besser einzuordnen:

Der Spaß steht im Vordergrund!

Das überragende Ziel beim Kinder- und Jugendfußball ist es, Kinder für den Fußball zu begeistern. Kinder, die den Fußballsport von Herzen lieben, hören später nicht auf Fußball zu spielen.

Zurzeit ist es aber immer noch so, dass über die Hälfte der Kinder, die im Verein Fußball spielen, später aufhören. Früher wurde erst mit zehn Jahren begonnen, heute hören viele Kinder mit zehn Jahren auf, weil sie keinen Spaß mehr am Fußballspiel selbst entwickeln können.

Wir als Betreuer versuchen daher, den Kindern zu ermöglichen, möglichst viele emotional positive Erlebnisse mit dem Fußballsport verbinden:

1. Kein Erwachsenenfussball
Der Vereinsfußball wird dominiert von Erwachsenendenken und -handeln. Die Erlebniswelt und der Erfahrungshintergrund Erwachsener beeinflusst den Kinderfußball zu häufig. Kinder denken und handeln anders. Im Trainingsablauf sollte kein reduziertes Erwachsenentraining stattfinden.

2. Kein Erwachsenenspielbetrieb
Auch der Spielbetrieb wird oft von Erwachsenen dominiert und erwachsenengerecht gestaltet. Kinder müssen möglichst früh an einem ergebnisorientierten Wettspielbetrieb teilnehmen. Dabei wird das freie Straßenfußballspiel der Kinder zum fremdgesteuerten Spiel der Erwachsenen mit offensichtlich nachteiligen Auswirkungen für Kinder. Das soll nicht sein und behindert den Spaß der Kinder am Fußball.

3. Kein Ergebnisdenken
Ergebnisdenken behindert das freie, ungezwungene Erleben der Kinder. Kinder genießen den Moment, sie sind insofern kleine Lebenskünstler, weil sie die Positiverlebnisse speichern und die Negativerlebnisse (Niederlagen) schnell vergessen.

Durch den Einfluss Erwachsener verlagert sich die Begeisterung am Spiel selbst auf äußere Dinge (z.B. Belohnung). Das zu ausführliche Nachbereiten von Niederlagen verhindert das schnelle Abhaken von Negativerlebnissen.

Kinder verlernen dadurch, spontan zu erleben und verlieren die Begeisterung am Fußball. Damit geht die dauerhafte Faszination am Fußball spielen verloren und wird nach und nach durch kurzfristiges Ergebnisdenken ersetzt.

4. Keine zu deutlichen Ergebnisse
Deutliche Niederlagen sorgen bei Kindern für Frustration. Als Trainer einer überlegenen Kindermannschaft muss man dafür sorgen, dass der Gegner auch mal Tore machen kann.

5. Keine zu große Fremdbestimmung
Durch zu große Einflussnahme durch Erwachsene verlieren Kinder ihre Eigenmotivation.

Kinder spielen aus eigenem Antrieb. Kinder sollen eigenmotiviert Fußball spielen lernen. Dadurch, dass manche Eltern und Trainer die Rolle des Antreibers, Vorschreibers ("Spiel den Ball ab!") einnehmen, verlernen die Kinder ihre Eigenmotivation und neigen dazu, auf den Antrieb Erwachsener zu warten.
Wir möchten, daß unsere Jungs Spaß am Fußball haben und lange dabei bleiben!

1 Kommentar:

  1. Ich kann das was hier steht jedem übermotivierten Trainer und Elternteil empfehlen zu lesen und zu beherzigen! Ein auf den Punkt gebrachter Beitrag!

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