Freitag, 27. Dezember 2013

25% aller Spieler haben am Ende Schulden

Auf Welt.de stand heute ein interessanter Artikel zum Thema Profifußball. Bei unseren Punktspielen treffen wir häufig auf gegnerische Mannschaften, bei denen anscheinend völlig vergessen wurde, dass es beim Fußball im Breitensport in erster Linie darum geht, dass die Kinder Spaß haben und Sport machen sollen.

Da gibt es einige Trainer und auch Eltern, deren erklärtes Ziel es offenbar ist, die Kinder auf Bundesligatauglichkeit zu drillen. Diesen Leuten sei der Artikel ans Herz gelegt. Hier ein paar Daten aus dem Artikel:
  • "Wir haben in der ersten und zweiten Liga gut 1000 Lizenzspieler mit einem Ausländeranteil von rund 40 Prozent. Dem aber stehen abertausende von heimischen Talenten und ausländischen Profis gegenüber, die mit großem Ehrgeiz auf den deutschen Markt drängen."
  • "Ein ehemals ruhmreicher Traditionsklub hat beispielsweise kürzlich einem gestandenen Profi aus unserem Trainingscamp für vereinslose Spieler 1.000 Euro monatlich für einen Vollzeitjob als Mittelfeldmotor geboten."
  • "Aus den ganzen Nachwuchsleistungszentren schaffen nur weniger als fünf Prozent aller Spieler den Sprung nach oben, da rechne ich die 3. Liga mal mit ein. Ein Misserfolg trifft gerade die Spieler hart, die immer geglaubt haben, dass sie es auf jeden Fall schaffen."
  • "Wer hingegen nur den Fußball im Kopf hat und dabei daheim noch von überehrgeizigen Eltern gepusht wird, stürzt später meistens ab. Wohl also dem Talent, das aus Verhältnissen kommt, in denen neben dem Sport auch großer Wert auf Bildung gelegt wird!"
Es wäre schön, wenn sich einige Trainer und Eltern diese Sachlage mal vergegenwärtigen könnten. Dann hätten die Kinder beim Fußball wesentlich mehr Spaß.

Man kann auch andere Schwerpunkte im Kinderfußball setzen:
  • Die Kinder spielen als Mannschaft zusammen und lernen, gemeinsam Ziele zu erreichen.
  • Die Kindern lernen, dass man gemeinsam gewinnen und auch verlieren kann.
  • Die Kinder lernen, dass man als Einzelner auch mal zurückstecken muss, wenn es der Gemeinschaft dient.
  • Die Kinder lernen, dass auch Schwächere zur Gemeinschaft gehören. 
  • Die Kinder lernen, dass jeder unterschiedliche Stärken und Schwächen hat und dass das völlig in Ordnung so ist.
  • Die Kinder haben Spaß zusammen und machen gemeinsam Sport.
In diesem Sinne: Frohe Feiertage! :-)

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